Krieg in der Ukraine – Stimmen aus der Region

Demozug-Waffen-nieder

Am 13.3. fand in Wien die Demonstration „Die Waffen Nieder“ mit ca. 500 Teilnehmer:innen statt.

Zivilgesellschaftliche Organisationen in Österreich riefen gemeinsam zu einer von Friedenszeichen getragenen Demonstration auf:

Für ein Ende der Kriegshandlungen in der Ukraine!
Für eine Abkehr vom neu entfachten Wettrüsten!

Neben den offiziellen Reden wurden die folgenden Texte dort verlesen:

Ukrainische Pazifistische Bewegung 

Text Von Yurii Sheliazhenko (ein Auszug) – Wir leben in schweren Zeiten, die Mut zur Förderung des Friedens erfordern.
“Anstatt die letzten Bande der Menschheit aus Wut zu sprengen, müssen wir mehr denn je Orte der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen allen Menschen auf der Erde bewahren und stärken, und jede einzelne Anstrengung dieser Art hat einen Wert.

Nicht viele Menschen bemühen sich sehr, entweder Engel oder Dämonen zu sein; Die meisten Menschen schlingern intuitiv zwischen einer Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit einerseits und einer Kultur des Krieges und der Gewalt andererseits hin und her. Pazifisten sollten den guten Weg zeigen.”…”Ich hoffe, dass wir mit der Hilfe aller Menschen auf der Erde, die der Macht die Wahrheit sagen, die fordern, mit dem Schießen aufzuhören und anfangen zu reden, die denen helfen, die es brauchen, und die in die Friedenskultur und die Bildung für eine gewaltfreie Staatsbürgerschaft investieren, gemeinsam eine bessere Welt aufbauen können, eine Welt ohne Armeen und Grenzen. Eine Welt, regiert von den großen Mächten der Wahrheit und Liebe, die Ost und West umfasst. Und, um May-May Meijer, meine Freundin aus den Niederlanden, zu zitieren – eine Welt, in der alle Kinder spielen können.”

Belarussische Menschenrechtsorganisation „Nash Dom“

Die belarussische Menschenrechtsorganisation „Nash Dom“ („Unser Haus“) startete die Kampagne NEIN HEISST NEIN:
“In unserer Kultur ist die Desertion kein sehr positives Phänomen.  In unserer patriarchalischen Welt sind Deserteure und Männer, die sich weigern zu kämpfen, keine „echten Männer“. Solche Geschlechterstereotypen sind ein ernsthaftes Hindernis, denn belarussische Männer, die Terror, Folter und eine gewisse symbolische „Kastration“ durch das Lukaschenka-Regime überlebt haben, haben Angst, dass sie, wenn sie aus der Armee desertieren, von der Masse verurteilt werden.”…”Wir möchten alle Frauen der Welt dazu aufrufen, einen Appell an die belarussischen Männer zu richten und ihnen zu sagen, dass sich heute das wahre Heldentum und der Mut der belarussischen Soldaten zeigen wird, wenn sie sich weigern, auf der Seite Putins und Russlands zu kämpfen, sich weigern, ukrainische Frauen und Kinder zu töten, sich weigern, Putin und seinen Krieg in der Ukraine zu unterstützen. Wir sollten die Botschaft verbreiten, dass solche Männer echte Männer und Helden sind.”

Movement of Conscientious Objectors to Military Service in Russia

Stellungnahme der Bewegung russischer Wehrdienstverweigerer

Was in der Ukraine passiert ist ein von Russland entfesselter Krieg.

Die Bewegung der russischen Wehrdienstverweigerer verurteilt die Aggression des russischen Militärs. Und ruft Russland dazu auf den Krieg zu beenden.

Die Bewegung der russischen Wehrdienstverweigerer ruft alle russischen Soldaten dazu auf sich nicht an den Feindseligkeiten zu beteiligen. Werdet keine Kriegsverbrecher. Die Bewegung der russischen Wehrdienstverweigerer ruft alle Rekruten dazu auf, den Militärdienst zu verweigern: meldet euch für den alternativen Zivildienst, lasst euch aus medizinischen Gründen frei schreiben!

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