Fluchtursachen_beseitigen

Waffen.Still.Stand bedeutet: Fluchtursachen beseitigen. Menschenleben schützen!

Wir appellieren, die katastrophale Lage in den Flüchtlingslagern lindern zu helfen. Corona verschärft die Lage. Die Evakuierung der Geflüchteten wäre ein Gebot der Humanität und ein Beitrag zu Eindämmung des Virus. Jenseits der raschen Hilfe ist die Bearbeitung der Fluchtursachen – national und im EU-Rahmen – ein langfristig wirkendes Instrument aktiver Friedenspolitik. 

aus: Aufruf zum Waffenstillstand (Versöhnungsbund)

Der Beitrag des Versöhnungsbundes

Anlässlich der verheerenden Situation der Flüchtlinge auf den griechischen Inseln und der Balkanrunde haben wir im April einen offenen Brief an Mitglieder der Bundesregierung geschrieben. In dem Brief fordern wir eine unverzügliche Hilfe für die Flüchtlinge sowie eine aktive Friedenspolitik, um langfristig die Fluchtursachen zu bekämpfen.


>>>Offener Brief an die Bundesregierung<<<

 

Dein Beitrag

Mach mit beim Seminar „Gewaltfreier Umgang mit Rassismus und Diskriminierung“ am 18. und 19. September 2020.

>>>Zu Information und  Anmeldung<<<

Die Umsetzung unserer Arbeit finanzieren wir vorrangig durch Spenden. Dein Beitrag für unsere Arbeit ist ein Beitrag zu einer neuen Normalität: Frieden!


WARUM "Fluchtursachen beseitigen. Menschenleben schützen!"?

Wir appellieren, die katastrophale Lage in den Flüchtlingslagern lindern zu helfen. Corona verschärft die Lage. Die Evakuierung der Geflüchteten wäre ein Gebot der Humanität und ein Beitrag zu Eindämmung des Virus. Jenseits der raschen Hilfe ist die Bearbeitung der Fluchtursachen – national und im EU-Rahmen – ein langfristig wirkendes Instrument aktiver Friedenspolitik.

Nie zuvor gab es so viele Vertriebene: Ende 2018 waren weltweit 70,8 Millionen Menschen auf der Flucht, davon waren 41,3 Millionen Binnenvertriebene (58,3%). Zum jetzigen Zeitpunkt hat die Zahl der intern Vertriebenen sogar die Rekordhöhe von 45,7 Millionen Menschen erreicht. Mit rund 6,5 Millionen leben in Syrien die meisten intern Vertriebenen, gefolgt von der Demokratischen Republik Kongo mit rund 5,7 Millionen und Kolumbien mit rund 5,6 Millionen.

Während intern Vertriebene kaum auf dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung sind, will der öffentliche Diskurs in Österreich (und in anderen EU-Ländern) herausstreichen, dass Europa von Flüchtlingen überlaufen wird. Dieses Bild ist verzerrt, denn die meisten Flüchtlinge leben in der Subsahara-Region. Mit 3,7 Millionen Flüchtlingen beherbergt die Türkei mehr Flüchtlinge als ganz Europa. Arme Länder sind am meisten von ankommenden Flüchtlingen betroffen: Schwellen- und Entwicklungsländer beherbergen im Schnitt 5,8 Flüchtlinge pro 1000 Einwohner*innen, während die reichsten Länder lediglich 2,7 Flüchtlingen Zuflucht gewähren.

Dieses Missverhältnis ist mehr als peinlich – es ist beschämend. Dass nicht einmal die Flüchtlinge auf den griechischen Inseln evakuiert werden weist klar auf eine Kultur der Gewalt und des Rassismus innerhalb der europäischen Gesellschaften hin.

Auch in der Entwicklungszusammenarbeit und damit in der Bekämpfung der Fluchtursachen hinkt Österreich seinen Möglichkeiten hinten nach: Zwar werden die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit und den Auslandskatastrophenfonds 2020 lt. Budgetplan der Regierung um 19 % auf 139,4 Millionen Euro angehoben, mit 0,39 Prozent des Bruttonationaleinkommens wird das ODA-Ziel von 0,7% des BNE aber klar verfehlt.

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