Stellungnahme zu den Vergeltungsangriffen auf Syrien

Krieg ist nicht der Weg - Gewaltfreiheit ist der Weg

 Stellungnahme des EUFOR-Treffens in Turin (12.-15. April 2018)

Vergeltungsangriffe auf Syrien wurden heute in Turin bei einem Treffen der europäischen Zweige des Internationalen Versöhnungsbundes (International Fellowship of Reconciliation – IFOR) verurteilt.

Krieg ist nicht der Weg - Gewaltfreiheit ist der Weg

Wir verurteilen den Einsatz von Chemiewaffen, der internationales Recht bricht. Dennoch missbilligt das Internationale Recht auch den Einsatz von Gewalt gegen eine Nation ohne vorherigen Beschluss der Vereinten Nationen.  Unrecht gegen Unrecht einzusetzen macht es nicht zu Recht.

Anstatt einer unilateralen Aktion hätte man die Untersuchung der Vereinten Nationen abwarten müssen. Die Luftangriffe werden die Beweislage, die notwendig wäre um die Verantwortlichen für den Einsatz der Chemiewaffen  zur Rechenschaft zu ziehen, gefährden.

Der Weg der Gewalt wird nur noch mehr Menschen in Syrien ermorden. Hunderttausende Menschen (vorwiegend Zivilist*innen) wurden bereits getötet, Millionen zu Flüchtlingen gemacht. Die Angriffe werden nicht zu einer friedlichen Lösung führen.

Die Geschichte lehrt uns, wie wichtig es ist sich von allen Formen der Gewalt abzuwenden und den Weg des Friedens und der Versöhnung zu suchen – in Syrien und überall.

 

 

Krieg zerstört – Frieden baut auf.
Krieg trennt – Frieden bringt zusammen.
Krieg wirft Bomben – Frieden funktioniert durch Dialog und Vertrauensaufbau.
Krieg erschafft Opfer und Feind*innen – Frieden schafft Gemeinschaft und Freundschaft.
Krieg ist nicht der Weg – Gewaltfreiheit ist der Weg.
Wir sind überzeugt, dass nur aktive Gewaltfreiheit Frieden schaffen kann.
Dafür braucht es unser gemeinsames Engagement und unsere Kraft.

 

Turin, 15.4. 2018

 

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