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Solidaritätsreise Kolumbien

Auch 2015 findet wieder eine Solidaritätsreise nach Kolumbien statt – und zwar von 21. Februar bis 6. März 2015!

Versöhnungsbund-Delegation nach Kolumbien

Was hat denn Land damit zu tun?

Perspektiven und Herausforderungen für einen anhaltenden Frieden in Kolumbien 21. Februar – 6. März 2015

Nach Jahrzehnten des gewalttätigen bewaffneten Konflikts hat die Regierung Kolumbiens, zum ersten Mal in der Geschichte, Gesetze geschaffen um gestohlenes Land zurückzugeben und die Opfer der Verbrechen des Staates anzuerkennen. Die Regierung und die FARC, die größte Guerilla-Gruppe des Landes, führen derzeit Friedensgespräche. Das gibt Anlass zur Hoffnung. Aber auch ausländische Investitionen schnellen in die Höhe und Firmen plündern das Land in noch nie dagewesenem Ausmaß und verschärfen so den Konflikt, der eng mit der Problematik des Zugangs zu Land und Ressourcen verwoben ist. Welche Perspektiven gibt es für anhaltenden Frieden, Gerechtigkeit und Würde für die Menschen in Kolumbien? Welche Rolle spielen die Konsumentinnen und Konsumenten des globalen Nordens bei der Weiterführung von Konflikten und Ungerechtigkeit im Land? Was können wir tun um einen bedeutsamen und nachhaltigen Frieden in Kolumbien zu unterstützen?

Trotz der anhaltenden Widrigkeiten engagieren sich Menschen in Kolumbien im gewaltfreien Graswurzel-Widerstand und arbeiten couragiert für Frieden und soziale Gerechtigkeit. Der österreichische Zweig des Versöhnungsbundes, SERPAJ und FOR Peace Presence laden euch zur Teilnahme an einer Delegationsreise ein um mehr zu erfahren über unsere Arbeit in den Gemeinden, Organisationen und mit engagierten Menschen, die gewaltfrei darum kämpfen ihr Leben, ihr Land und ihre Würde zu verteidigen.

Was erwartet euch:

  • Treffen mit lokalen Menschenrechtsaktivisten und -aktivistinnen; Menschenrechts- und Umweltorganisationen, für den Frieden arbeitenden Frauen; jungen Wehrdienstverweigerern; afro-kolumbianischen, indigenen, und anderen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen; sowie Menschen, die aus ihren Gemeinden vertrieben wurden
  • Einblicke in die Auswirkungen des Vorgehens ausländischer Firmen und wie der globale Bedarf nach Energie die Gemeinden vernichtet und das lebensnotwendige Ökosystem zerstört
  • Treffen mit Vertreter_innen lokaler Graswurzel-, säkularen und ökumenischen Friedens- und Versöhnungsinitiativen
  • Kontakte knüpfen mit einem globalen Netzwerk von Aktivist_innen zur Stärkung der Friedensarbeit

Die Delegationsreise beginnt in der Hauptstadt Kolumbiens, Bogotá, und führt weiter zur Karibikküste, wo wir Gemeinden besuchen, die von großangelegtem Kohleabbau betroffen sind, sowie eine Gemeinde, die sich gewaltfrei dagegen wehrt entwurzelt und von ihrem Land vertrieben zu werden. Anschließend reisen wir zur bekannten Friedensgemeinde San José de Apartadó um von ihrem couragierten gewaltfreien Kampf zu erfahren, den sie führt, damit die Kleinbäuerinnen und –bauern weiterhin auf ihrem Land leben können. Die Reise endet wieder in Bogotá, wo wir eine Gruppe von Wehrdienstverweigerern treffen, die Kunst, gewaltfreie Aktion und rechtliche Mittel anwendet um Raum zu schaffen, damit Kolumbianerinnen und Kolumbianer Alternativen zum Konflikt suchen und Sicherheit im Sinne eines lebensbejahenden Aktivismus, Zugang zu Gesundheitssystem und Bildungswesen und dem Recht auf Frieden neu definieren können. In Bogotá werden wir außerdem die Anliegen und Bestrebungen für Frieden und soziale Gerechtigkeit in Kolumbien und unseren Heimatländern durch Advocacy-Arbeit unterstützen.

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Anmeldung zur Delegationsreise bis 5. Jänner 2014 (http://peacepresence.org/take-action/delegations/)

Kosten: €1,500 (€1,300 für Student_innen)

Die Kosten beinhalten Verpflegung, Unterkunft, Honorare für Übersetzer_innen und Organisator_innen, Transport in Kolumbien, Delegationsvorbereitung und Materialien. Die Reisekosten nach Kolumbien und zurück sind nicht inkludiert.

Mehr Informationen können bei Irmgard Ehrenberger erfragt werden: irmgardehrenberger(at)versoehnungsbund.at