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Gewaltlos, aber nicht machtlos

Einführungsseminar zu Theorie und Praxis der aktiven Gewaltfreiheit

Die Möglichkeiten zu gewaltfreiem Handeln sind genauso in jedem Menschen angelegt wie die der Gewalt, aber sie müssen auf allen Ebenen aktiviert, gefördert und umgesetzt werden.

Verschiedene Erscheinungsformen von Gewalt benötigen unterschiedliche gewaltfreie Herangehensweisen und die Überwindung von inneren Widerständen, Angst und unbewusst übernommenen Verhaltensmustern.

Das Kennenlernen von humanistischen und spirituellen Grundlagen sowie das Nachspüren der eigenen Beweggründe für gewaltfreies Handeln runden das Seminar ab.

 ZIVILCOURAGE

Zivilcourage – eine Fähigkeit, die in Unrechtsituationen gefragt ist, wo es gilt, für andere, aber auch für sich selbst einzutreten. Meist sind es Situationen, die uns nicht vertraut sind, aber es ist möglich, effektives Eingreifen zu erlernen und auch anderen zu lehren (z.B. SchülerInnen).

Wie kann man sich vorbereiten?  Es gilt die Unrechtsituation einschätzen zu lernen, zu verstehen, wie man mit dem ‚Täter’, der Täterin’ umgehen soll, was dem ‚Opfer’ wirklich hilft, was man sich selbst zutrauen kann, wo man Grenzen setzt.

 

Gewaltfreier Umgang mit persönlichen Konflikten

Das Seminar vermittelt gewaltfreie Handlungsmöglichkeiten in persönlichen Konflikten.

Gute Beziehungen sind die Voraussetzung für ein befriedigendes Berufs- und Privatleben.

Daher ist es von großem Wert sich damit zu befassen, wie wir sie erhalten, wie wir mit den Konflikten, die im Zusammen­leben immer wieder entstehen, konstruktiv umgehen. Die aktive

Gewaltfreiheit, ihre Haltung und ihre Methoden, kann Wesentliches zu einem friedlichen Miteinander beitragen.

Inhalte: Analyse der Konfliktursachen und Methoden zur Bearbeitung von Konflikten: de-eskalieren,  Ärger nicht verletzend mitteilen, sich versöhnen.

 

Sich versöhnen – wie tu ich denn da?

Der Weg der Versöhnung für den persönlichen Gebrauch

Gute Beziehungen sind das Wichtigste für ein befriedigendes Leben. Im Zusammensein der Menschen entstehen aber logischerweise immer wieder Spannungen, die die Menschen entzweien. Um die Beziehung nicht aufs Spiel zu setzen, gilt es die Konflikte zu bearbeiten, d.h. Kränkungen und Verletzungen zu heilen, was sogar zu einem vertieften Kontakt führen kann.

Im Zentrum unserer Arbeit stehen konkrete Konflikte: Ihre Analyse und ihre Bearbeitung mit  nicht verletzenden Ärgermitteilungen und den Schritten zur Versöhnung.

 

VON  EINZELKÄMPFER/INNEN  ZUM  TEAM

Das Eingebunden-Sein in ein Team, ob im Beruf oder in der Ausbildung (Schule), ist die Voraussetzung für effizientes Arbeiten, einmal weil gebündelte Kräfte mehr und Besseres auf den Weg bringen, als der Einzelne allein und zweitens weil die meisten Menschen in der gemeinschaftlichen Akzeptanz ihre ganzen Fähigkeiten entfalten und zur Verfügung stellen können.

Die Schritte in dieser Richtung umfassen gegenseitiges Kennenlernen und entwickeln von Vertrauen, das Entwickeln tragender Normen (z.B. Gesprächskultur), den gewaltfreien Umgang mit Konflikten und zielgerichtetes Arbeiten für das gemeinsame ‚Produkt’.

 

Aktive Gewaltfreiheit als Kraft der Veränderung im gesellschaftlich-politischen Bereich

Gewaltfreies Handeln ist so alt wie die Menschheit selbst. Aus den Jahrhunderte alten Erfahrungen und Traditionen haben Mahatma Gandhi, M.L. King, Jean und Hildegard Goss-Mayr und viele andere gewaltfreie Handlungsmöglichkeiten systematisch erforscht und in der Praxis erprobt.

In diesem Seminar wird anhand von Fallbeispielen ein Modell der gewaltfreien Aktion vorgestellt und damit an ausgewählten sozialen Konflikten gearbeitet: Analyse von Konflikten, Strategieentwicklung, Gruppenprozesse, gewaltfreier Dialog, Ausarbeitung kreativer Aktionsmöglichkeiten usw.

 

Friedensprozesse nachhaltig unterstützen

Oft stellt sich die Frage, was gewaltfreie Bewegungen und Gruppen in gewalttätigen, sozio-kulturellen Konflikten tun können, um einen Beitrag zu ihrer friedlichen Bearbeitung zu leisten und gewaltfreie Lösungen zu unterstützen. Dabei sind sowohl die Rollen der verschiedenen Konfliktparteien wie auch von sogenannten „Drittparteien“, die „von außen“ in Konflikte intervenieren, als auch die verschiedenen Phasen, in denen sich Konflikte befinden, zu beachten.

In diesem Seminar werden die Rahmenbedingungen von Konfliktinterventionen vorgestellt und anhand von konkreten Beispielen aus der Arbeit des Versöhnungsbundes (Israel/Palästina, Kolumbien u.a.) die Möglichkeiten und Grenzen von gewaltfreien Interventionen aufgezeigt. Erkenntnisse der Friedens- und Konfliktforschung und praktische Umsetzungen sollen dem Engagement von Einzelnen und von Organisationen dabei Kraft und Richtung geben.

 

Kultur des Friedens

„Die herkömmliche Weise, die Welt zu sehen, andere als Feinde betrachtend, unsere Ressourcen für Rüstung einsetzend, stellt ein Hindernis für die globale Kooperation und Solidarität dar, die wir brauchen, um neuen Bedrohungen der Sicherheit zu begegnen. Es wird zunehmend anerkannt, dass wir die Gesellschaft von der dominanten Kultur des Krieges in eine Kultur des Friedens transformieren können und müssen“

David Adams (UNESCO-Programmdirektor für das Internationale Jahr für eine Kultur des Friedens 2000)

Wie sollen wir uns eine Kultur des Friedens vorstellen in einer Welt, in der Gewalt erstmals in der Geschichte die Menschheit und das Leben auf der Erde überhaupt zu vernichten droht und dazu imstande ist? Ausgehend von Johan Galtungs Begriff der kulturellen Gewalt werden in diesem Seminar die tief liegenden Wurzeln von Gewalt erforscht und Möglichkeiten zur Transformation analysiert. Ein weiterer Schritt bietet Raum und Zeit für Visionen zu einer Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit.

 

Organisatorisches

Untere TrainerInnen bzw. ReferentInnen kommen auf Einladung in Gruppen, Pfarren, Bildungshäuser, Familienrunden…

Zu den Methoden:

In den Seminaren wechseln Inhaltsvermittlung, Einzel- bzw. Gruppenarbeit, Übungen und Reflexion einander ab. Statuen- und Forumtheater sowie Rollen- und Bewegungsspiele machen ein unmittelbares Erfahren der erarbeiteten Inhalte möglich.

Trainer_innen:

Marion Schreiber

Pete Hämmerle

Irmgard Ehrenberger

Kosten:

Abendveranstaltungen: € 100,-

Halbtagsveranstaltungen: € 200,-

Tagesveranstaltungen: € 400,-

Wochenendveranstaltungen: € 600,-

+ anfallende Spesen (Fahrtkosten, evt. Nächtigung, Verpflegung)

Bei Interesse bitten wir um Kontaktaufnahme per Email oder um Anruf im Büro (+43 (0)1 408 53 32)