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Jetzt: Hilfe für Susiya!

Juni 10, 2015 |

Aufruf: Briefaktion gegen die Zerstörung des Dorfes Susiya

EAPPI Banner

Zur Situation

(Quelle: EAPPI Austria auf Facebook)

Susiya in den South Hebron Hills (SHH) existiert seit den 1830-er Jahren. Seit eine gleichnamige israelische Siedlung 1983 dort errichtet wurde, hat die israelische Regierung immer wieder versucht, die palästinensischen Einwohner von ihrem Land zu vertreiben. 1986 wurde das Dorf komplett zerstört, nachdem der Ort zu einer archäologischen Grabungsstätte erklärt worden war. Während die israelische Siedlung Suseya dennoch weiter gebaut werden durfte und sogar eine Synagoge errichtet werden konnte, erhielten die Palästinenser keinerlei Baugenehmigungen. Zwischen 1991 und 2011 wurden die dennoch errichteten Gebäude z.T. sechsmal zerstört.

Die Bewohner Susiyas haben immer wieder versucht, ihre Besitzansprüche vor Gericht durchzusetzen und ihr Dorf zu „legalisieren“ – ohne Erfolg. Nach nunmehr 30 Jahren Rechtsstreit sind die juristischen Möglichkeiten praktisch erschöpft.

Die letzte Hoffnung der Bewohner richtet sich auf einen von ihnen in Kooperation mit den Rabbis for Human Rights Israel erarbeiteten Masterplans, der von der israelischen Verwaltung bereits abgelehnt wurde und über den der oberste Gerichtshof am 3.8. verhandeln wird. Wird das Dorf jedoch vorher abgerissen, ist auch diese Möglichkeit verbaut und damit die Vertreibung der Bewohner von ihrem Land definitiv.

EAPPI arbeitet mit israelischen, palästinensischen und internationalen NGOs daran, die Zerstörung von Susiya zu verhindern.

Die meisten von Zerstörung bedrohten Gebäude wurden mit internationaler Hilfe gebaut, darunter eine Schule, ein Gesundheitszentrum, Kulturzentrum, Ställe, Zisternen und eine Strom-Erzeugungsanlage.
Unter den internationalen Geldgebern sind zu nennen: ECHO ( European Commission´s Humanitarian Aid & Civil Protection Department), das polnische Außenministerium, das deutsche Auswärtige Amt, das eine Solar/Wind-Turbine der israelischen Firma COMET-ME zur Elektrizitätsgewinnung gesponsert hat.

Zu den NGOs, die Susiya unterstützen, gehören: the Center for Jewish Nonviolence, Combatants for Peace, Popular Struggle Committee, Ta’ayush, Breaking the Silence, Rabbis for Human Rights.

Am 5.5.15 hat der israelische Oberste Gerichtshof einen Antrag auf einstweilige Verfügung der Einwohner von Susiya abgelehnt, mit der eine Zerstörung ihrer Häuser verhindert werden sollte. Damit ist der Weg frei für die seit 3 Jahren angedrohte Zerstörung aller Bauten des Dorfes. Am 10.5. hat die Zivilverwaltung des Militärs Fotos und GPS-Messungen des Dorfes vorgenommen, gemäß den Erfahrungen der vergangenen Jahre ein klares Zeichen für eine bevorstehende Zerstörung. Käme es dazu, würden 450 Einwohner, unter ihnen 120 Kinder gewaltsam vertrieben.

Olivebranch

E-mail Aktion

2014, im Zuge seines Einsatzes mit dem Ökumenischen Begleitprogramm in Palästina und Israel (EAPPI), besuchte PAX Christi OÖ – und Versöhnungsbund-Mitglied Hannes Zucali auch das Dorf Susiya in den Palästinensischen Gebieten (hier sein Bericht). Sein Engagement gegen die Zerstörung kann durch das schicken folgender Nachricht unterstützt werden:

Sehr geehrter Hr. (Namen hier einsetzen)!

Ich schließe mich dem Anliegen von Hr.  Johann Zucali (siehe Anhang) an und bitte Sie ebenfalls, ihren Einfluss geltend zu machen um die Zerstörung von Susiya zu verhindern.

Bitte DEINEN Namen hier einsetzen.

 

Aufruf zum DOWNLOAD – bitte an die Emailnachricht anhängen!

 

Adressaten:

info-sec@vienna.mfa.gov.il                                      Hr. Botschafter Zvi Heifetz

reinhold.mitterlehner@bmwfw.gv.at             Vizekanzler Dr. Reinhold Mitterlehner

junge@oevp.atemail@oevp.at                               Bundesminister Sebastian Kurz

werner.faymann@bka.gv.at                                      Bundeskanzler Werner Faymann

heinz.fischer@hofburg.at                                          Bundespräsident Dr. Heinz Fischer