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Friedensnobelpreis für ICAN

Oktober 6, 2017 |

FRIEDENSNOBELPREIS 2017 FÜR ICAN

Als eine von drei österreichischen Mitgliedsorganisationen der Internationalen Kampagne zur Abschaffung aller Atomwaffen freut sich der Internationale Versöhnungsbund, österreichischer Zweig (IFOR Austria), mit ICAN Austria und den Österreichischen MedizinerInnen gegen Atomgefahren (IPPNW Österreich) über die Ehre und Anerkennung, die unser langjähriger Einsatz für die Abschaffung aller Atomwaffen durch die Verleihung des Friedensnobelpreises an ICAN erhalten hat.

Neben der Bewusstmachung der katastrophalen humanitären Auswirkungenjedes Atomwaffeneinsatzes, wie sie v.a. die Hibakusha, die Überlebenden der Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki, sowie viele Opfer von Atomwaffentests am eigenen Leibe erfahren mussten, wurden vom Nobelpreiskomitee ausdrücklich die bahnbrechenden Anstrengungen von ICAN für einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen gewürdigt. Dieser Vertrag wurde am 7. Juli 2017 von 122 UN-Mitgliedsstaaten beschlossen und seit 20. September bereits von 53 Staaten, darunter auch Österreich, unterzeichnet. Wir hoffen, dass die österreichische Gesetzgebung bald den Vertrag ratifizieren wird, damit er nach der 50. Ratifizierung möglichst schnell in Kraft treten kann.

Der Internationalen Versöhnungsbund ist sich bewusst, dass die Gefahr der Anwendung von Nuklearwaffen durch den Vertrag allein und die Verleihung des Friedensnobelpreises nicht gebannt ist. Aktuell besteht die größte Gefahr in der Krise um Nordkorea und die USA, weshalb die drei genannten Organisationen am 26. September, dem Internationalen Tag für die Abschaffung aller Atomwaffen, vor der UNO-City in Wien eine Mahnwache für eine friedliche, diplomatische Lösung der Krise in Nordostasien durchgeführt haben. Aber auch die drohende Kündigung des Vertrags mit dem Iran durch die USA sowie die Weigerung aller Atomwaffenmächte und ihrer militärisch Verbündeten, dem Verbotsvertrag beizutreten, stellen eine große Bedrohung für die gesamte Menschheit dar.

Wir hoffen, dass durch die Verleihung des Nobelpreises die internationale Aufmerksamkeit für die Dringlichkeit und Notwendigkeit der Abschaffung aller Atomwaffen wächst, um diese Massenvernichtungswaffen möglichst bald auf dem Schrotthaufen der Geschichte entsorgen zu können!

Internationaler Versöhnungsbund, österr. Zweig

Mahnwache Web

 

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Anfragen und Kontakt:

Email: office@versoehnungsbund.at
Tel.: 01-408 53 32 (zu den Bürozeiten);