Friedensdienste

Für Wehrdienstverweigerung und den Aufbau ziviler Friedensdienste

Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen sowie Möglichkeiten des persönlichen Einsatzes für friedliche Alternativen sind schon seit Jahrzehnten wichtige Anliegen des Versöhnungsbundes. So spielte er bei der Einführung des Zivildienstes in Österreich (1974) ebenso eine bedeutende Rolle wie bei der Schaffung von freiwilligen Friedensdiensten (als „Auslandszivildienst“ bzw. Freiwilligendienst) seit Beginn der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts und in der Kampagne für die Einführung eines Zivilen Friedensdienstes in Österreich und auf europäischer Ebene.

 

Österreichische Friedensdienste (ÖFD)

1991 wurde der Verein Österreichische Friedensdienste vom Versöhnungsbund mitbegründet, der in den Jahren 1993-2004 Friedensdiensteinsätze für rund 120 junge Menschen im ehemaligen Jugoslawien organisierte. Seither setzten sich die ÖFD auf politischer Ebene für die Einführung Ziviler Friedensfachdienste ein. Im Jahr 2012 wurden die Aktivitäten zum Thema Friedensdienste umstrukturiert und finden seither im Rahmen einer Arbeitsgruppe des österreichischen Versöhnungsbundes statt. Unter www.oefd.at und www.zfd.at sind die früheren Aktivitäten noch dokumentiert.

 

Europäisches Netzwerk Zivile Friedensdienste (EN.CPS)

Über die Tätigkeit in den Österreichischen Friedensdiensten sind wir auch im Europäischen Netzwerk Zivile Friedensdienste involviert, das seit 199 als informelle Plattform von rund 20 NGOs besteht und sich für die Förderung Ziviler Friedensdienste (ZFD) als Instrument der gewaltfreien Konfliktintervention auf nationaler, europäischer und EU-Ebene einsetzt. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.en-cps.org

 

Unterstützung von Kriegsdienstverweigerer_innen und Friedensaktivist_innen

Dieser Tätigkeitsbereich ist in Österreich seit der Abschaffung der „Gewissenskommission“ und die Möglickeit eines unkomplizierten Zugangs zum Zivildienst nicht mehr so bedeutsam wie früher. Der Versöhnungsbund unterstützt jedoch in Einzelfällen Kriegsdienstverweigerer_innen in anderen Ländern und inhaftierte gewaltfreie Friedensaktivist_innen durch Eilaktionen oder die Unterstützung von Appellen für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung.